Der Growth-Hacking-Prozess kommt ursprünglich aus der Start up-Szene und sorgt für schnelle Ergebnisse mittels möglichst kreativer, ungewöhnlicher Vorgehensweise. Also alles andere als es bei in den Abläufen eingefahrenen und in den Abstimmungswegen schwerfälligen Konzernen oder Mittelständlern oft der Fall ist.

Ziel ist es, Umsatzhebel zu finden und z.B. Conversion zu optimieren auf Basis von Daten. Grundlage sind hierfür viele Growth Hacks, die in iterativer Vorgehensweise immer wieder in 6 Bausteinen ablaufen.

Die Zyklen des Growth-Hacking-Prozesses bestehen aus folgenden sechs Bausteinen:

  1. IDEE (kreative Ideen werden methodisch priorisiert)
  2. BAUEN und
  3. PRODUKT (minimal überlebensfähiges Produkt (MVP) entwickeln und an Zielgruppe testen) sowie
  4. MESSEN und
  5. DATEN (als Entscheidungsgrundlage für den nächsten Schritt werden Daten analysiert) als auch
  6. LERNEN (Learnings am Ende des Prozesses helfen, das Produkt weiterzuentwickeln)

lernen, lernen, lernen, testen, optimieren…

Dabei zählt: Einfach machen! Nicht hundertprozentige Perfektion und langatmige Vorüberlegungen in langsamen Abstimmungsrunden, sondern machen, ausprobieren, testen, lernen, besser machen.

Iterationszyklen für erfolgreiches Growth Hacking

Voraussetzung für die notwendige Schnelligkeit und den Erfolg sind agiles Arbeiten und Arbeiten in Iterationen. Da Geschwindigkeit beim Growth Hacking ein entscheidender Erfolgsfaktor neben vielen anderen ist, hast du weder Zeit für monatelang erarbeitete und bis ins letzte Detail durchdachte Aktionen noch macht dies im Rahmen agiler Methoden Sinn. Vielmehr arbeitest du dich in kleinen Schritten an das Big Picture heran (think big, iterate fast). Die Growth-Hacking-Iterationen können in der agilen Welt den Sprint-Rhythmen angepasst werden (z. B. alle zwei Wochen) und somit sind die Growth Hacks Teil des Backlogs.

Growth-Hacking-Prozess | Rock Your Digital Business, Maike Petersen

Alltag eines Growth Hackers: Der Growth-Hacking-Prozess bedeutet Ideen entwickeln, Produkt bauen, Product analysieren, Testing-Daten auswerten & Handlungsableitungen treffen (Lernen!) für die nächste Iterationsschleife neue Ideen entwickeln… never ending story die zum Erfolg führt weil schnell & konsequent geborgene Hebel skalliert werden können.

Scheitern gehört dazu!

Growth (als Wachstum, Erkenntnisse für wichtige Umsatzhebel) geht nicht ohne auf die Fresse zu fallen – heisst: Growth Hacks beruhen auf unendlich vielen Testings und Tests gehen überwiegend schief! Das Gute: daraus können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Erkenntnisgewinn, das Sharing des Lernens im Team (inklusive sehr guter Dokumentation des Learnings) bringt euch voran. Versprochen.

Growth Hack-Tipp: Wenn du noch Nachholbedarf hast, lass Hendrik Lennarz und sein Team ran!

Ihr solltet euch darauf einstellen zu scheitern. Mindestens 60 Prozent aller Hacks (manchal auch deutlich mehr) werden keinen positiven Effekt auf dein Business haben, und die meisten der übrigen 40 Prozent nur einen kleinen. Aber lasst euch davon nicht enttäuschen, sondern genießt den Prozess des Lernens. Denn auch das gehört zum Profil eines Growth Hackers: nicht aufgeben, sich nicht vom Scheitern aufhalten lassen, weitere Ideen zu entwickeln und/oder die vorherigen anzupassen – Durchhaltevermögen, bis der Hack-Erfolg eintritt! Und nicht vergessen: Auch Kleinvieh macht Mist, d. h., auch Maßnahmen, die euer Wachstum nur um wenige Prozent verbessern, sind am Ende wichtig und können in Summe der entscheidende Unterschied zwischen Gewinner und Verlierer sein.

Growth-Hacking-Prozess - Daten und Growth-Denkweise - Statement Maike Petersen, DIGITAL | ROCK YOUR DIGITAL BUSINESS

Ressourcen schaffen für Growth-Hacking-Prozesse

Testing und Growth Hacks bilden eine Symbiose im modernen Digitalmarketing. Für beides werden entsprechende Ressourcen benötigt, die aber nicht immer im notwendigen Maße von den Entscheidern zur Verfügung gestellt werden. Warum uns als User immer wieder grauenhafte User Experience auf unseren Mobilgeräten zugemutet wird, lässt sich vielleicht durch eine Aussage von Craig Sullivan, Optimizer in Chief bei Optimal Visit, erklären: In seiner Keynote auf dem Growth Summit 2019 erklärte er, lediglich 5 Prozent der Unternehmen würden regelmäßig überprüfen, wie das Usability-Erlebnis auf den unterschiedlichsten Devices tatsächlich ausfällt. Also scheint es demzufolge kaum zu verwundern, wenn in der Mobilansicht keine Mobile-optimierten Formulare auftauchen. Wenn zu dicke Finger in einem irrwitzigen Formular aus alten HTML-Zeiten mit irrwitzig kleinen Eingabefeldern hilflos versuchen, eine Handlung auszuführen und dabei drei bis fünf Felder gleichzeitig antippen, dann hat es schlichtweg niemand vorher überprüft.

Und warum ist das so? Es fehlt neben dem Verständnis und den Treibern ganz klar an Ressourcen. Wenn in der Budgetplanung vor der Gesellschafter- und Beiratssitzung die für das nächste Jahr benötigten HR-Budgets mit knapper Nadel bemessen werden, um die Zahlen zu schönen, dann wird es der zuständige Bereichsleiter sehr schwer haben, eine dringend benötigte UX-Stelle zu besetzen.

Growth-Hacking-Prozess - Growth Hacks und Ressourcen - Statement Maike Petersen, DIGITAL | ROCK YOUR DIGITAL BUSINESS

Konzept & Ziele werden benötigt

Es gibt allerdings noch einen weiteren Aspekt im Zusammenhang mit Daten und Ressourcen zu beachten: Bevor Daten sinnvoll gesammelt und interpretiert werden können, benötigen die Experten ein konkretes Konzept und sie müssen die entsprechenden Ziele kennen. Der Fail der obersten Entscheiderebene liegt darin, die Grundlagen für Data-driven nicht zu ermöglichen.

Ziele müssen vorliegen. Punkt.

Strategien müssen vorliegen. Punkt.

Experten benötigen Zeit zum „Übersetzen“ der übergeordneten KPIs in ihre speziellen Metriken der operativen Ebene und um darauf aufbauend Reporting-Strukturen zu erstellen. Wird den Experten diese Zeit zum gründlichen Nachdenken und Umsetzen nicht gewährt, dreht sich die Katze im Kreis und ein sinnvolles Data Handling kann nicht erfolgen. Hier solltest du als Entscheider ganz klar agieren, genügend Zeit einplanen für dein Expertenteam, damit dieser typische Fail in deinem Unternehmen nicht vorkommt.

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Growth Hacking - AKADEME in Berlin - Vorschaubild
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Maike Petersen

DIGITALqueen, Querdenker, DIGITAL Marketing Expert

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