Im Zeitalter der Social Media Plattformen als Kommunikationsinstrument sehen viele die reine E-Mail auf dem absteigenden Ast!

Autor: Frank Hückinghaus [09.11.2017]

Wenn wir uns aber überlegen, mit welchen Mitteln wir beruflich und auch privat am häufigsten kommunizieren, dann steht plötzlich die E-Mail in vorderster Reihe. Dies bestätigen auch verschiedene Studien, z. B. von t3n zur Verbreitung und Nutzung der E-Mail. In diesem Beitrag möchte ich dir aufzeigen, in welcher Form und für welche Zwecke die E-Mail in verschiedenen Bereichen,  wie z. B. der Neukundengewinnung oder der Produktinformation hervorragende Einsatzmöglichkeiten bietet.

Das E-Mail-Marketing ist bei vielen Menschen negativ besetzt, da es entweder mit SPAM Mails, oder mit bunten Newslettern gleichgesetzt wird. Dies hat aber nichts mit dem heutigen E-Mail-Marketing zu tun! Das E-Mail-Marketing dient heute der gezielten Ansprache von Interessenten und Kunden mit folgenden Zielen, aus Sicht des Versenders:

  • auf den einzelnen Kunden abgestimmte Informationen über Produkte, Dienstleistungen oder Veranstaltungen.
  • Vertrauensaufbau zum Interessenten ( E-Mail-Abonnenten) durch wertvolle Tipps und Informationen, die auf seine Probleme oder Kaufinteressen eingehen.
  • möglichst hohe Automation der Neukundengewinnung (Kaltakquise).
  • Produktinformation für Käufer eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Welche typischen Fehler werden im E-Mail-Marketing von Unternehmern oft gemacht?

ungefragte Mails versenden

Ein absolutes No-Go ist der ungefragte Versand von Mails an Geschäftsleute, oder

Privatpersonen.  Dies wirkt aufdringlich und unprofessionell und führt letztlich auch

nicht zum gewünschten Erfolg. Solche Mails werden i.d.R. nicht gelesen, geschweige

denn es wird auf weitergehende Angebote eingegangen.

Außerdem ist es in Deutschland und auch in vielen anderen europäischen Ländern

verboten, solche Mails zu versenden.

Nur Newsletter versenden

Ein zweiter typischer Fehler ist es an Interessenten – die noch nichts bei dir gekauft haben – Newsletter zu versenden,  die nach dem Motto aufgebaut sind „unsere Produkte sind die Besten“; „unsere Firma ist die Größte“; „wir können…“, etc.

Der Interessent möchte i.d.R. eine Antwort auf sein Probleme, oder Unterstützung bei der Kaufentscheidung. Er möchte nicht (nur) reine Produkte „vorgesetzt“ bekommen.

Außerdem kauft ein Kunde nicht im Internet bei einem Fremden, ohne Vertrauen zu haben!

Wenn der Interessent zum Kunden geworden ist, kannst du als reine Information über neue Produkte und Dienstleistungen Newsletter an Kunden versenden, um sie auf dem Laufenden zu halten. Das kommt oftmals gut an. Allerdings würde ich dies erst einmal testen und messen, wie alle Aktionen im E-Mail-Marketing. Den Erfolg einer Mail kannst du übrigens immer anhand der Öffnungs- und Klickrate auf einen Link bezogen messen, diese Option bieten fast alle E-Mail-Programme.

Warum ist E-Mail-Marketing so sinnvoll für Unternehmen?

Wenn Unternehmer über das Internet neue Kunden gewinnen möchten, haben sie einen Nachteil, wie z. B. dem stationären Handel gegenüber.  Der Interessent kennt weder die Produkte der Firma, noch die Personen dahinter. Ausgenommen sind hier starke Markennamen, wie z. B. einige Onlineshops u. a. Amazon oder Zalando.

Deshalb sind Veranstaltungen und Messen auch so beliebt. Hier kann sich das Unternehmen mit seinen Produkten präsentieren und der Interessent kann die Menschen dahinter und die Produkte hautnah kennenlernen. Leider sind solche Veranstaltungen mit hohem Aufwand verbunden, weshalb Sie nicht oft stattfinden.

Gönn dir und deinen Kunden Wow-Effekte mit E-Mail-Marketing. Strategische Beratung, Erstellung eines erfolgreichen Marketing-Funnels, Umsetzung und weiterführende Online Marketing-Kampagnen – es gibt keinen Grund, nicht sofort damit anzufangen. DIGITAL Marketing Expert hilft weiter!

Wie kann ich nun über das Netz Vertrauen zu meinen Interessenten aufbauen?

Hier kommt das E-Mail-Marketing ins Spiel! Mit gezielten E-Mail Informations-Kampagnen, die auf ein Problem des Interessenten eingehen, baue ich Vertrauen zum Interessenten auf. Verschiedene Studien haben ergeben, dass ein Interessent erst nach dem 3-7 Kontakt bereit ist für einen Kauf!

Deshalb ist es notwendig und sinnvoll, z. B. über eine kleine E-Mail-Serie, zuerst nur zu informieren und möglichst gezielt auf deine Zielgruppe, was Probleme und Bedürfnisse betrifft einzugehen (siehe schematische Darstellung Aufbau E-Mail-Kampagnen). Dabei ist es wichtig, deine Zielgruppe vorher genau zu kennen! Nur so kannst du auch kundenspezifische Angebote unterbreiten.

Wenn du mehr über die Bestimmung von Zielgruppen erfahren möchtest, schaue dir diesen Beitrag von mir an.

Beispiele für E-Mail-Kampagnen zur Neukundengewinnung:

Vertriebler im Bereich Bau- und Finanzierung könnten z. B. ein paar Mails versenden in denen sie erklären, worauf es beim Bauen ankommt.  Dies könnte z. B. eine Erklärung von bestimmten Fachbegriffen sein, sie könnten einen Online-Rechner zur Verfügung stellen,  oder über Preisentwicklungen in bestimmten Regionen informieren.

Ein Café oder Restaurant,  welches neue Besucher gewinnen möchte, könnte typische Rezepte – die im Zusammenhang mit den Speisen und Angeboten stehen – anbieten. Vorher, vielleicht als Goodie, einen Gutschein für den nächsten Besuch anbieten.

Für Dienstleister im Bereich Gesundheit,  Wellness oder Life-Balance, bietet sich eine E-Mail-Kampagne an, die auf die Gesundheitsvorsorge eingeht, z. B. mit einigen Ernährungstipps oder Videos zu Entspannungsübungen.

Alle Beispiele dienen dazu, Vertrauen beim Interessenten aufzubauen, BEVOR du dem Interessenten Angebote zum Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung unterbreitest.

Wie können dann solche Angebote aussehen?

Erst jetzt nach dem Vertrauensaufbau erfolgen erste Angebote, je nach Branche und Zielgruppe abgestimmt:

  • Für einen Dienstleister kann das die Einladung zu einem kostenfreien Beratungsgespräch sein.
  • Für ein Restaurant, die Einladung zu einer Veranstaltung, oder zu einem Restaurantbesuch mit Rabattaktionen, oder spezielle Angebote. Wichtig dabei ist, immer auf die entsprechende Zielgruppe möglichst gut und gezielt einzugehen.

Nach den Angeboten erfolgt dann der eigentliche Verkauf, entweder „offline“ im Geschäft, der Firma oder „online“ über das Internet. Beim Verkauf über das Internet solltest du darauf achten, nicht sofort hochpreisige Produkte anzubieten. Auch wieder vor dem Hintergrund des Vertrauensaufbaus. Der Kunde sollte langsam Vertrauen zu dir bzw. zu deiner Firma aufbauen.

Desweiteren sollte auch in jeder Phase des Verkaufsprozesses, der Kunde nicht den Eindruck haben, zukünftig mit Verkaufsangeboten überhäuft zu werden. Eine gesunde Mischung aus kostenfreien Informationen, bzw. Tipps und Angeboten ist hier einzuhalten!

Möglichkeiten von E-Mail-Kampagnen

Mit E-Mail-Kampagnen kannst du aber nicht nur Neukunden gewinnen, sondern diese Kampagnen auch noch für andere Dinge einsetzen. Hierzu zwei Beispiele, die dich inspirieren sollen.

Produktinformationen
Der Kunde hat ein Produkt, oder eine Dienstleistung erworben. Du möchtest ihm eine Anleitung zum sinnvollen Gebrauch des Produktes in Form einer E-Mail-Serie an die Hand geben. Dies kann natürlich auch in Verbindung mit einem Verweis auf ein Video, andere Webseiten oder eine FAQ Seite sein. Am Ende verweist du noch auf andere verwandte Produkte oder Dienstleistungen. Dies dient einerseits zum Vertrauensaufbau, andererseits kann es aber auch deine Supportanfragen senken und damit deine Kosten. Die Produktempfehlung auf verwandte Produkte oder Dienstleistungen wirkt, in dem Zusammenhang nicht aufdringlich, sondern mehr als Empfehlung und Tipp!

Mitarbeitereinarbeitung
Warum nicht auch E-Mail-Kampagnen für bestimmte Automatisierungen einsetzen? Überall dort, wo immer wiederkehrende Information, in Form von Texten, Verweisen, Videos, etc. an einen Personenkreis versendet werden, macht dies m. E. durchaus Sinn! Ein Beispiel ist die Mitarbeitereinarbeitung im Unternehmen. Dort müssen am Anfang der Beschäftigung eines Mitarbeiters immer wieder die gleichen Informationen an neue Kollegen verteilt werden. Das können Zusammenhänge im Unternehmen, Strukturen in Form von Organigrammen, Sicherheitshinweisen, etc. sein. Warum nicht eine Mail-Serie von mehreren Mails in Abständen von jeweils ein paar Tagen an den Mitarbeiter versenden, mit jeweils einem kleinen Informationspaket, verbunden mit einer auszufüllenden Checkliste. Der Mitarbeiter muss dann die Checkliste ausfüllen und dem Vorgesetzen vorlegen. Damit hat der Mitarbeiter das Gefühl, gut informiert zu werden und das Unternehmen spart Manpower ein, da nicht so viele Mitarbeiter zur Einarbeitung des/der neuen Kollegen/ Kollegin eingesetzt werden müssen.

Wie kann ich eine E-Mail-Liste nun möglichst effektiv aufbauen?

Ein klassischer Weg sind Besucher deiner Homepage, die sich in über ein Option-Formular in einen E-Mail Newsletter eintragen. Hierbei ist es sinnvoll, nicht nur in der Seitenleiste einen allgemeinen Newsletterhinweis zu geben. Vielmehr sollte es für jedes Interessengebiet verschiedene Option-Formulare unter Beiträgen, im Text oder auch als Einblendungen geben. Dies erhöht die Eintragungsraten doch ungemein!

Nachfolgend möchte ich dir verschiedene Formen der E-Mail-Leadgenerierung vorstellen:

  • Besucher einer Facebook-Fanpage, die sich über die Fanpage registrieren.
  • Podcast– oder YouTubeBesucher, die auf eine Option In Landingpage weitergeleitet werden.
  • Kontakte, die sich auf deiner Option Landingpage, aufgrund einer Facebook- Werbekampagne eintragen.
  • Besucher einer Veranstaltung, die auf einer Veranstaltung bzw. Messe ihre E-Mail- Adresse hinterlassen.
  • E-Mail-Anmeldungen zu einem kostenfreien Webinar, das du z. B. auf Webinar-Plattformen wie edudip.com gibst.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Information zum Aufbau eines E-Mail-Marketing Prozesses geben und dich ermutigen sich mit dem Thema näher auseinander zu setzen.

Gastartikel

FH Online Dienste
Frank Hückinghaus

Über den Autor:
Seit 2014 arbeite ich fast ausschließlich im Online-Marketing, zu einem kleineren Teil auch noch im Bereich Support und Beratung für ein E-Mail Autoresponder Softwarehaus. Gestartet bin ich in der Erstellung von WordPress Blogs für Kunden, dann habe ich beschlossen, mir mehr und mehr ein „passives Einkommen“ aufzubauen. So habe ich Mitte 2017 meinen ersten Online Kurs im Bereich E-Mail-Marketing veröffentlicht.

Schwerpunkt meiner Interessen und Tätigkeiten sind:

  • meinen Besuchern und Interessenten das Thema E-Mail-Marketingnäher zu bringen und Kunden dabei zu unterstützen, E-Mail-Marketing für sich umzusetzen.
  • Unternehmern dabei zu helfen Neukunden über das Internet zu gewinnen
  • Menschen dabei zu unterstützen, sich ein nebenberufliches, oder auch höheres Einkommen über das Internet aufzubauen, z.B. durch digitale Produkte und / oder einen Blog.

Weiter Infos unter business-2-0.de