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Autor: Maike Petersen

Tina Müller, CEO Douglas Group, wurde von der Jury des German Brand Awards mit dem Ehrenpreis Brand Manager of the Year 2020 ausgezeichnet. Und das völlig zu recht! Für mich ist sie ein ganz starkes, modernes Role Model, dass in meinem LinkedIn-Feed einen festen Platz eingenommen hat. Sie hat den Mut, neue Dinge auszuprobieren, groß zu denken und wenn nötig auch wieder zu verwerfen. Sie zeigt Haltung in ihren Statements, sie bedient sich der Klaviatur des Social Networks und präsentiert sich (aber gleichsam auch das Unternehmen Douglas) gekonnt, zeitgemäß und schafft somit eine ungeheure Awareness für die Douglas Group, die Marketing-Ausrichtung als Online-Player, die Stores, die Mitarbeiter und zeichnet sich verantwortlich für eine moderne Form der Unternehmens-PR: die nicht mehr aus langweiligen Standard-Texten besteht, sondern ein Mix aus Personal Brand, Company Vision, Employer Brand, Corporate Communication als auch Social Activity. Chapeau wer das beherrscht!

CEO Tina Müller ist Role Modell

Tina Müller hat sich nicht zuletzt mit dem Ehrenpreis Brand Manager of the Year 2020 als moderne Führungskraft an die Spitze der deutschen Content-Versteher katapultiert – sie hat als CMO die Umparken im Kopf-Kampagne bei OPEL verantwortet, treibt seit zwei Jahren als CEO der Douglas Group mit der Unternehmensstrategie #forewardbeauty  den Umbau zum Vorreiter und modernen eCommerce-Player voran und steht wie keine andere für zukunftsorientiertes Denken.

CEO-Beispiele, die ebenfalls als Leitbild dienen

Eine unvollständige Liste, wer aus meiner Sicht diese Klaviatur beherrscht und effektiv für sich einsetzt:

  • Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstand Güterverkehr/Vorstandsvorsitz DB Cargo
  • Phillip Westermeyer, Gründer OMR
  • Melanie Perkins, Co-founder & CEO at Canva
  • Michael Heinz, seit 2011 Member of the Board of Executive Directos der BASF SE
  • Cawa Younosi
  • Tina Müller
  • Insa Rücker
  • Lea-Sophie Cramer
  • Dr. Eric Schott
  • Christioph Keese
  • Hans-Christian Schwingen
  • Jan Heck
CEO Tina Müller - Statement-Zitat

Ja, es gibt sie schon, die Role Models in führenden Schlüsselpositionen. Diejenigen, die erkannt haben, dass sie mit ihrer Präsenz in Social Media auch eine Vorbildrolle für Mitarbeiter, eine Leuchtturm-Position für das WHY in ihrem Unternehmen einnehmen, und einen Einfluss auf die Arbeitgebermarke haben, das Employer Branding, die Unternehmenskultur etc. Diejenigen, die mit Insights aus ihrem Unternehmen gleichsam eine der Schlüsselfiguren im hausinternen PR-Karussell spielen.

Aber es sind noch viel zu wenige CEOs mit entsprechendem Mindset und es stehen ihnen eine Unmenge an alten Mindsets gegenüber, die denken, dafür keine Zeit zu haben und noch nicht einmal den Social Channel auf ihrem Handy unfallfrei bedienen können.

Im März durfte ich im Blog von Olaf Kopp und seiner Agentur Aufgesang einen Gastbeitrag zum Thema CEO der Zukunft veröffentlichen. Das ist ein Herzensthema von mir, denn ich stelle viele Defizite bei CEOs fest, sehe einen großen Bedarf an frischen Wind, offenen Mindsets, Mut, klarer Haltung und Digitalverständnis. Warum? Entscheider sind in ihrem täglichen Handeln und mit ihrer Vision richtungsweisend für das ganze Unternehmen. Entscheider haben eine Vorbildrolle inne, in der sie mit Klarheit sowohl ihre Rolle im Unternehmen präsentieren als auch ihre persönliche Haltung zum Besten geben. Mut, aber auch Digital-Kompetenz sind notwendig – genauso gehört eine Präsenz des Entscheiders in Digitalen Kanälen dazu (Stichwort starke Arbeitgebermarke und Ansprache der Future-Mitarbeiter).

Den kompletten Artikel “CEO der Zukunft” findet ihr hier. Die wesentlichen Takeaways möchte ich noch einmal zusammenfassen.

Der unterschätzte Strahleffekt des CEO

CEO - Strahleffekt der Company Strategies

Die soziale Aktivität von CEOs macht keinen Sinn ohne eine Content-Strategie und ein ganz starkes Personal Branding, welches sich im Circle Effekt of Company Strategies einordnet. Das bedeutet: die Personal Brand Strategie reiht sich ein in den Kreis der Fragen des Unternehmens “Wie stelle wir uns nach außen dar? In welchem Umfeld arbeiten wir und mit welcher unternehmerischen Haltung? Was ist unser WHY? Wie arbeiten wir zusammen und was sind unsere Leitsätze? Dieser Kreislauf der Hand-in-Hand-gehenden Strategien können nicht losgelöst von den Aktivitäten des CEO sein.

CEO’s sind nicht immer die besten Digital-Versteher – und das muss sich ändern. Denn sie stehen nicht nur in der Steuerung der unternehmerischen Geschicke an der Spitze, sondern auch in der Wirkung nach außen in den digitalen Kanälen geben sie eine Vorbildrolle ab. Sie sind das personifizierte WHY, dass die Mitarbeiter mit jeder Bewegung, jedem Wort und jeder Geste abgleichen mit den unternehmerischen Werten, der Arbeitgeber Marke, ihrem eigenen Werte-Kanon und ihrem persönlichen Wohlfühlfaktor in Hinblick auf den Arbeitgeber.

Hier kommt der von mir entwickelte Circle Effect of Company Strategies zu tragen. Die Grafik visualisiert das alle Bereiche ineinander greifen müssen – von der Unternehmensvision, die vom CEO als Leitbild kommuniziert und gelebt wird, über Strategien rund um die Arbeitgebermarke bis hin zu allen Maßnahmen der Corporate Communicatio. Ein Digital-Versteher ist in meinem Verständnis ein cleverer CEO, der diese Strahlkraft nutzt und für seine Inhalte im Sinne des Unternehmens einsetzt. Wird dieser Effekt nicht genutzt, vergibt das Unternehmen sehr viel Potential sichtbarer in der Öffentlichkeit, bei den eigenen Arbeitnehmern und dem Wettbewerb zu werden.

Auch für CEO’s gilt: Content Strategie first

Die Digital Strategie ist das wesentliche Kernelement und der Grundstein allen weiteren Handelns. Die Content Strategie leitet sich aus der übergeordneten Digital Strategie des Unternehmens ab. Für CEO’s gilt: Ohne eine sehr gute Personal Brand Strategie, die eine logische Verlängerung der Digital Strategie und Content Strategie darstellt, wird es keinen Erfolg geben.

Ohne Strategien geht es nirgends, auch nicht für Führungskräfte in Vorbildrolle, die mit ihrem Content ihre Personal Brand ausbauen wollen und die Vorhaben des Unternehmens unterstützen wollen. Zuallererst muss geklärt werden: Was ist die Haltung, die Ausrichtung und wofür steht die Arbeitgebermarke? Der Handshake zwischen Marketing-Abteilung, Recruiting und CEO wird benötigt, damit die übergeordneten Vorgehensweisen wie Rädchen eines Maschinenwerkes ineinander greifen können.

Fazit

Die Anforderungen an Führungspersonen und damit deren Vorbildrolle haben sich durch die Digitalisierung weiter verändert. Das Digitale Mindset ist zuallererst einmal für genau diese Führungspersonen von großer Bedeutung. Veränderungen brauchen Mut. Auch für erste Schritte in den Sozialen Medien benötigen Entscheider, Chefinnen, Vorstände, Beiräte, Führungskräfte aller Art und auch die CEO’s eine Portion Mut, denn es müssen die Ärmel aufgekrempelt werden, die Helikopter-Perspektive verlassen werden, ran an die Basis und rein in die Social Channel. Damit eine Führungskraft zu einem echten Content-Profi und Digital-Versteher wird, ist viel experimentieren ratsam und auch das Hinzuziehen von Experten.

Es ist wie bei vielen Dingen: Es muss nicht alles perfekt sein, wichtig ist vor allem, das man anfängt, eine gute Portion Humor behält und einfach mal macht.

Einfach machen!

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